Gose

Eine sächsische Köstlichkeit aus Norddeutschland

Gose ist eine Stadt in Japan, ein Gewässer in Hamburg (Gose Elbe) oder ein Fluss in Goslar (Harz). Dieser Artikel beschäftigt sich jedoch mit mit einer Biersorte. Dabei ist Goslar ein gutes Stichwort, dann die Gose kommt ursprünglich aus dieser kleinen Stadt in Niedersachsen.

Letzte Aktualisierung: 10.01.2012 | André Baldeweg

Den Namen hat es vermutlich von dem dortigen Fluss bekommen, welchen die Braumeister schon im Mittelalter zur Herstellung nutzten. Später setzte sich das Bier in Dessau, Halle und Leipzig durch und wurde so zum Leipziger Bier. Selbst Goethe soll hiervon bereits zu seiner Zeit getrunken haben.

  

Geschichte des Bieres

Im Jahre 1397 wurde diese Biersorte erstmalig urkundlich erwähnt. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, auch „Der alte Dessauer“ genannt, soll die Gose 1738 in Leipzig eingeführt haben. Bis Anfang 1900 war es das meist getrunkene Bier, der Messestadt Leipzig, wodurch sie sich auch „Gosestadt“ nannte. Zwischen 1945 und 1949 gab es zunächst keine Gose mehr, bis der Leipziger Braumeister Friedrich Wurzler die Produktion wieder begann. Mit ihm folgten auch andere Brauereien, doch 1966 wurde auch die letzte Produktion eingestellt.

  

Heute

Erst 1986 wurde ,durch den Leipziger Hochschullehrer und Designer Lothar Goldhahn, das Bier wieder gebraut und die Gosenschenke "Ohne Bedenken" eröffnet, welche mittlerweile 110 Jahre besteht. Die Zweite wurde im Jahr 2000 im Bayerischen Bahnhof eröffnet. Eine zweite Gosenschenke mit hauseigener Gosebrauerei eröffnete im Jahr 2000, im sanierten Bayerischen Bahnhof. Auch in anderen Leipziger Gasthäusern ist Gose wieder als Bierspezialität auf der Karte zu finden. Aber auch in Goslar wird seit 2004 wieder Gose angeboten.

 

Die Gose

Die Gose ist ein obergäriges Bier und war ursprünglich ein meist trübes Weißbier, dem eine schwere Bekömmlichkeit und sogar Durchfall nachgesagt wurde.

 Die Leipziger Gose trinkt man entweder pur oder mit einem Sirup rot oder grün („Sonnenschirm“), mit Kirschlikör ("Frauenfreundliche"), mit einem Kümmellikör (Leipziger Allasch, "Regenschirm") und mit Curacao ("Blaue Engel"). Diese Biersorte ist bekömmlich und anregend wie Sekt und soll eine potenzfördernde Wirkung haben.

 

Gosenschenken

Wer einmal in Leipzig ist, der sollte die Gose probieren. Zwei Adressen möchten wir nennen. Andere Gaststätten bieten möglicherweise ebenfalls Gose an.

Gosenschenke "Ohne Bedenken" 
Menckestraße 5 
4155 Leipzig-Gohlis 

Web: www.gosenschenke.de

Bayerischer Bahnhof
Brau & Gaststättenbetrieb GmbH & Co KG

Bayrischer Platz 1 

Web: www.gose.de
 

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